[NEWS] Julia Chapman – Rendezvous mit Todesfolge (Dales Detective Agency 1)

Nachdem Samson O’Brien aus dem Polizeidienst entlassen wurde, kehrt er in seinen Heimatort Bruncliffe zurück, um dort eine Detektivagentur zu gründen – äußerst argwöhnisch beäugt von den Dorfbewohnern, nicht zuletzt von Delilah Metcalfe! Diese hat eh schon alle Hände voll zu tun, ihre Dating-Agentur am Leben und ihren Hund Tolpuddle unter Kontrolle zu halten. Die Dinge nehmen eine überraschende Wendung, als Samson den angeblichen Selbstmord eines Einheimischen untersuchen soll und eine Spur ihn direkt zu Delilah führt. Die beiden streitbaren Nachbarn müssen sich notgedrungen zusammentun, um den wahren Mörder zu finden. Doch beides ist leichter gesagt als getan! (Verlagsinfo)


Taschenbuch : 400 Seiten
Lübbe

[NEWS] James von Leyden – Die Vermissten von Tanger (Marokko-Krimi 2)

Karim Belkacems bester Freund und Kollege Abdou ist spurlos verschwunden. Die Aufzeichnung einer Überwachungskamera zeigt ihn zuletzt bei der Inspektion eines Containers am Hafen von Tanger. Also reist Karim in die weiße Stadt am Meer und begibt sich auf die Suche. Doch schon bald hat er mehr Fragen als Antworten. Den Kollegen vor Ort kann er nicht trauen. Auch die Hafenarbeiter scheinen mehr zu wissen, als sie zugeben. Schließlich wendet er sich an die einzige Person, die ihm jetzt noch helfen kann – seine Adoptivschwester Ayesha, die sich als Kadettin an der Polizeiakademie ausbilden lässt. War Abdou womöglich kurz davor, ein Verbrechen aufzudecken, das noch viel größer ist, als Karim je ahnen konnte? (Verlagsinfo)


Broschiert : 416 Seiten
Heyne

[NEWS] Michelle Robinson – Ein Regenbogen für uns alle

Die Welt steht still. Niemand darf raus zum Spielen, niemand kommt vorbei, nicht einmal Oma darf zu Besuch kommen!
Doch da hat Mama eine großartige Idee. Gemeinsam malen alle einen Regenbogen fürs Fenster, der den Menschen Hoffnung geben soll. Denn auf jeden Regen folgt irgendwann wieder die Sonne. Jede Farbe weckt ganz besondere Erinnerungen und am Ende gibt es doch noch ein Wiedersehen mit der besten Freundin – wenn auch anders als gewohnt. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe : 32 Seiten
dtv

[NEWS] Kirsten Nähle – Zwölf Sünden

Was treibt einen glücklichen Familienvater dazu, sich von der Alten Mainbrücke in Würzburg zu stürzen? Ein Selbstmord mit mehreren Ungereimtheiten wird zum ersten Fall für Oberkommissarin Victoria Stahl und ihren neuen Partner Daniel Freund aus Köln. Kurz darauf wird ein Pharmavertreter vergiftet und ein DJ auf einer Party am Mainufer ermordet. Während Victoria und Daniel unter Hochdruck ermitteln, erhält Daniels Freundin, die Journalistin Susanne Riehl, eine anonyme Mail: Die selbst ernannten Wächter Würzburgs bekennen sich zu den Morden – und fordern Susanne auf, über ihre Taten zu schreiben. Schließlich machen sie ihr auch das Angebot, ein Menschenleben zu retten – doch zu welchem Preis? (Verlagsinfo)

E-Book
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 448 Seiten
Knaur

TKKG – Schutzgeld für Dämonen (Folge 218)

Die Handlung:

Autoscooter, Breakdancer, Riesenrad – Tim, Karl, Gaby und Klößchen fällt die Entscheidung, womit sie zuerst fahren sollen, nicht leicht. Und dann ist da natürlich noch das berühmte Gruselkabinett „Geisterwelt“. Der Spaß auf dem Rummelplatz währt allerdings nur kurz, denn schon geschehen wie von Geisterhand sehr ungewöhnliche Dinge: Im Gruselkabinett wird Klößchen von einer einarmigen Ritterfigur angegriffen und der Breakdancer gerät außer Kontrolle. TKKG schalten sich ein. Erst sieht alles nach der fiesen Masche einer Schutzgeldbande aus, aber dann stoßen die vier Detektive auf den „Codex Gaudiorum“ – ein geheimnisvolles mittelalterliches Verzeichnis, mit dessen Hilfe sich die rätselhaften Ereignisse erklären ließen. Aber kann es sein, dass es auf dem Rummelplatz tatsächlich spukt? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

„Nein, kann es nicht!“ – Justus Jonas
Denn laut dem dritten Detektiv der Drei Fragezeichen gibts für alles eine logische und vor allem auch nachvollziehbare Erklärung. Da wir hier aber bei TKKG sind … ne, auch hier wirds keine echte Übersinnlichkeit geben. Das wäre ja auch eher ein Fall für John Sinclair und der ist bei den Kollegen unter Vertrag.

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TKKG junior – Trügerischer Paddelspaß (Folge 16)

Die Handlung:

Sommerlicher Wochenendausflug mit den Glockners ins idyllische Naturparadies Oberwald. Tim, Karl, Gaby und Klößchen freuen sich auf eine abenteuerliche Kanutour durch abgelegen Flusslandschaften. Doch der Paddelspaß endet schnell, als die drei Kanus samt Insassen in einer Schleuse eingesperrt werden. Als dann nachts auf dem Zeltplatz auch noch die Handtasche von Gabys Mutter geklaut wird, stellen TKKG Nachforschungen an und stoßen auf interessante Spuren. Als schließlich eines ihrer Kanus wegen eines Lochs im Boden kentert, ist klar: Das kann kein Zufall sein! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Der Klappentext sieht mir ganz danach aus, als hätte es jemand auf den Kommissar abgesehen und der Rest der Bande und Familie sind nur unglücklicherweise mit dabei. Aber, woher sollte ein Bösewicht denn von dem Ausflug wissen … Dann mal rein in die Kanus und los gehts.

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Stephen King – Nachtschicht. Ein Stundenbuch des Grauens

Rasenfressende Monster

Die zwanzig Erzählungen in Nachtschicht sind Stephen Kings persönliche Auswahl vom Besten, was er je geschrieben hat: der Stoff, aus dem die Alpträume sind. Unter der Oberfläche unseres Alltags lauert der allnächtliche Wahnsinn. Nachtschicht ist ein Stundenbuch des Grauens. Stephen King blättert es auf. Seite um Seite fällt den Leser das Entsetzen an. Nachtschicht: kein Buch, um früh schlafen zu gehen! (Verlagsinfo)

Dies ist Stephen Kings erste Sammlung von Stories überhaupt – und wohl auch die wichtigste, denn sie umfasst beinahe alle Werke des Meisters, die er in seiner Anfangszeit schrieb. Das Qualitätsniveau ist leider recht unterschiedlich. 16 Geschichten waren bereits vorher in verschiedenen amerikanischen Magazinen erschienen, u.a. in Männermagazinen wie „Penthouse“ und in „The Cavalier„, die besser zahlten als Genremagazine.

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[NEWS] Tilly Tennant – Der kleine Eselhof an der Küste

Vor zwei Jahren zog Hattie voller Träume nach Paris. Nun steht sie vor den Trümmern ihres Lebens: Job weg, Mann weg, kein Geld für eine Wohnung. Geknickt kehrt sie in das verschlafene Dörfchen Gillypuddle in Dorset zurück. Um ihren Eltern zu beweisen, dass sie nicht aufgibt, muss ein neuer Job her! Und so heuert Hattie auf einem Gnadenhof für Esel an. Und ist vom ersten Tag an begeistert. Nicht nur von den Eseln, auch der attraktive Tierarzt Seth hat es ihr angetan. Doch ihre wortkarge und bärbeißige Chefin Jo scheint etwas zu bekümmern … (Verlagsinfo)


Taschenbuch : 384 Seiten
Lübbe

[NEWS] Bernhard Hennen – Die Ordensburg (Elfenritter 1)

Ein Dorf in den Bergen Korsikas, Mitte der 1980er-Jahre. Als die 16-jährige Florence tot im Pinienwald gefunden wird, ist ein Schuldiger schnell ausgemacht: Antoine Orsini, der Dorftrottel, dem die Walnussbäume näher sind als die Menschen und der ein Diktiergerät seinen besten Freund nennt. Jahre später hat er seine Haftstrafe abgesessen und kehrt zurück. Noch immer spricht im Dorf niemand mit ihm, und so streift Antoine allein umher und berichtet einem roten Plastikstuhl davon, was damals wirklich geschehen ist. Ruppig und mit eigenwilliger Sinnlichkeit erzählt ein einfacher Mann seine Geschichte. Und die Geschichte einer Dorfgemeinschaft, die so erbarmungslos ist wie die korsische Sonne.
(Verlagsinfo)


Broschiert : 656 Seiten
Heyne

Michael Swanwick – Die Tochter des stählernen Drachen (Drachentrilogie 1)

Aufstand des Wechselbalgs

Jane ist in einer Parallelwelt ein Wechselbalgmädchen, das in einer Drachenfabrik der Faerie schuften muss. Sie hat teil magische, teils kybernetische Monster herzustellen, die als Krieger mit Düsenantrieb eingesetzt werden. Erfolgreich proben die Sklaven den Aufstand, und Jane entkommt auf ihrem Drachen. Nach einer gewissen Zeit der Reifung steigt sie in der herrschenden Klasse auf, nur um den nächsten Teil ihres Plans anzugehen: die Vernichtung der Göttin, die dem ganzen repressiven System ihren Segen gibt und seine Macht verleiht…

Der Autor
Michael Swanwick – Die Tochter des stählernen Drachen (Drachentrilogie 1) weiterlesen

[NEWS] Julie Estève – Ich, Antoine

Ein Dorf in den Bergen Korsikas, Mitte der 1980er-Jahre. Als die 16-jährige Florence tot im Pinienwald gefunden wird, ist ein Schuldiger schnell ausgemacht: Antoine Orsini, der Dorftrottel, dem die Walnussbäume näher sind als die Menschen und der ein Diktiergerät seinen besten Freund nennt. Jahre später hat er seine Haftstrafe abgesessen und kehrt zurück. Noch immer spricht im Dorf niemand mit ihm, und so streift Antoine allein umher und berichtet einem roten Plastikstuhl davon, was damals wirklich geschehen ist. Ruppig und mit eigenwilliger Sinnlichkeit erzählt ein einfacher Mann seine Geschichte. Und die Geschichte einer Dorfgemeinschaft, die so erbarmungslos ist wie die korsische Sonne.
(Verlagsinfo)


Gebundene Ausgabe : 224 Seiten
dtv

[NEWS] Emily Blaine – Rendezvous für einsame Herzen

Buchhändlerin Sarah hat schon viele Liebesgeschichten gelesen, aber noch keine selbst erlebt. Ihr Herz gehört gebrauchten Büchern, denen sie in ihrem liebevoll dekorierten Buchladen mit Lese-Café eine zweite Chance gibt. Doch nach einem Wasserschaden steht Sarahs Herzensprojekt vor dem Aus. Zum Glück hat sie im Dorf gute Freunde. Hilfe bekommt sie auch vom draufgängerischen Schauspieler Maxime, der Sozialstunden in seinem ungeliebten Heimatort leisten muss. Trotz aller Gegensätze kommen die beiden sich näher, und Sarah erkennt, dass es Happy Ends nicht nur in Büchern gibt. (Verlagsinfo)


Taschenbuch : 368 Seiten
Piper

Die Nominierten für den Kurd-Laßwitz-Preis 2021

Logo des Kurd Laßwitz Preises (c) KLP
Kurd Laßwitz

Vor zwei Monaten ist die Nominierungsfrist für die Wahl des diesjährigen Kurd-Laßwitz-Preises 2021 zu Ende gegangen. In etwa sechs Wochen endet am 31. Mai 2021 die Frist für die Stimmabgabe. Die Preisverleihung soll im Herbst 2021 im Rahmen des 16. ElsterCons stattfinden, eines SF-Kongresses. Möge die heilige Corona , Schutzpatronin der Schatzsucher, mit den Veranstaltern sein!

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[NEWS] Jennifer Egan – Im Bann

Der meisterhafte Schauerroman von Pulitzer-Preisträgerin Jennifer Egan: Irgendwo in Europa treffen sich zwei Cousins auf einer verfallenen Burg. Howard ist zu Macht und Ansehen gekommen, während Danny, der Internetfreak, nach immer neuen Ablenkungen sucht. Schon bald nach seiner Ankunft glaubt Danny, dass sein Cousin ihn an diesen seltsamen Ort gelockt hat, um Rache zu nehmen – und ein altes Familiengeheimnis zu lüften. (Verlagsinfo)


Taschenbuch : 320 Seiten
Fischer

[NEWS] Tanja Raich – Jesolo

Kinder sind kein Thema für Andrea. Sie hat einen Job, der okay ist. Sie führt seit vielen Jahren eine Beziehung mit Georg, die okay ist. Andrea will sich nicht festlegen, Georg will ein Fundament für ein gemeinsames Leben – ein Dilemma. Als sie aus dem jährlichen Urlaub in Jesolo zurückkommen, ändert sich alles – Andrea ist schwanger. Hin- und hergerissen entscheidet sie sich für das Kind – und geht damit einen Kompromiss nach dem anderen ein: Sie nimmt einen Kredit auf, obwohl sie nie Schulden haben wollte; sie zieht ins Haus ihrer Schwiegereltern, obwohl sie nie mit ihnen zusammenleben wollte. Von allen Seiten prasseln Ratschläge auf Andrea nieder, und sie wird in eine Mutterrolle gedrängt, mit der sie sich nicht identifizieren kann. (Verlagsinfo)


Taschenbuch : 224 Seiten
Heyne

Ian Rankin – Hide & Seek / Das zweite Zeichen (Inspector John Rebus 2)

Dr. Jekyll & Mr. Hyde lassen grüßen

Ein Junkie liegt tot in einem besetzten Haus in einer Edinburgher Vorstadt. Seine halbnackte Leiche ist wie der Gottessohn am Kreuz drapiert, doch an der Wand sind Hexereisymbole zu entdecken: ein Pentagramm in zwei Kreisen. Neben dem Schlafsack entdeckt Inspector John Rebus Fotos des Schlosses und von einem fröhlichen Mädchen, von dem jede Spur fehlt.

Je mehr Rebus an dem Firnis aus Gleichgültigkeit, Täuschung, Betrug und Verfall kratzt, sieht der Tod des Junkies wie Mord aus, und dagegen hat Rebus entschieden etwas.

Der Autor
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[NEWS] Frank Goldammer – Verlorene Engel (Max Heller 6)

An dunklen Herbstabenden 1956 werden in Dresden wiederholt Frauen brutal vergewaltigt. Als auch noch eine tote Frau an der Elbe gefunden wird, werden in der verunsicherten Bevölkerung die Rufe nach Selbstjustiz laut. Kommissar Max Heller und sein Team ermitteln unter Hochdruck. Mithilfe eines weiblichen Lockvogels gelingt es ihnen, einen Verdächtigen festzunehmen. Der von Narben entstellte Mann gesteht zwar die Vergewaltigungen, leugnet aber den Mord. Sind vielleicht doch die von allen gefürchteten, desertierten russischen Soldaten die Täter? Die Lage eskaliert, als Hellers Familie in den Fall hineingezogen wird. (Verlagsinfo)


Broschiert : 352 Seiten
dtv

[NEWS] Jenny Offill – Wetter

Lizzie Benson, Bibliothekarin mit Hang zu apokalyptischen Gedanken, geht seit Jahren ihrer Berufung als Amateur-Psychologin nach: Sie kümmert sich um ihren Ex-Junkie-Bruder und ihre gottesfürchtige Mutter. Dieses Talent ist auch gefragt, als ihre alte Mentorin Sylvia Liller ihr einen Vorschlag unterbreitet: Lizzie soll die Fanpost zu ihrem alarmistischen Podcast »Hölle und Hochwasser« beantworten. So stürzt sie sich in die Auseinandersetzung mit besorgten Linken, die die Klimakatastrophe kommen sehen, ebenso wie mit den Ultrakonservativen und deren Sorge um den Untergang der westlichen Zivilisation. Wie aber, fragt Lizzie sich immer häufiger, kann sie ihren privaten Garten wässern, wenn die ganze Welt in Flammen steht? (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe : 224 Seiten
Piper

Lee Child – One Shot / Sniper (Jack Reacher 9)

Verfilmter Sniper-Thriller

Sechs Schüsse. Fünf Opfer. Ein Stadt im Herzland der USA wird von Terror heimgesucht. Doch binnen Stunden hat die lokale Polizei den Fall gelöst. Der Fall ist so wasserdicht, dass sich der Bezirksstaatsanwalt bereits auf den Prozess freut. Es gibt nur einen Haken: Der angeklagte Schütze weigert sich zu reden und äußert nur einen Satz: „Holen Sie mir Jack Reacher!“

Doch der lässt sich nirgendwo finden. Als der Gesuchte jedoch in Florida die TV-Nachrichten schaut, erkennt er den Namen James Barr wieder – und erinnert sich an jene hässliche Sache vor 14 Jahren, die in Kuwait City geschah. Klarer Fall: Er muss Barr wiedersehen. Doch auf welcher Seite steht Reacher?

Der Autor
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Verne, Jules – Meister Zacharius (inszenierte Lesung mit Musik)

Der faustische Uhrmacher

Meister Zacharius ist der beste Uhrmacher von Genf, zumindest im 15. oder 16. Jahrhundert. Seine tollen Erfindungen lassen ihn glauben, er habe das Geheimnis der Verbindung zwischen Körper und Seele gelöst. Eines Tages jedoch bleiben überall in der Stadt alle Uhren stehen, die er gefertigt hat. Obwohl sie keinen mechanischen Fehler aufweisen, lassen sie sich nicht wieder zum Laufen bewegen. Zacharius ist verzweifelt. Da erscheint ein spöttisches Männchen und bietet ihm einen verlockenden Handel an …

Der Autor

Jules Verne, geboren 1828 in Nantes, wo er auch aufwuchs, studierte Jura in Paris, bevor er ein viel größeres Interesse am Theater bekam. In Gemeinschaftsarbeit mit Alexandre Dumas – dem Autor der „Drei Musketiere“ – schrieb er Opern, Libretti und Dramen. Erst 1863 begann er mit der Niederschrift seiner Abenteuer- und Zukunftsromane. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, „20.000 Meilen unter den Meeren“ und natürlich „Reise um die Erde in 80 Tagen“. Alle diese Romane wurden verfilmt. Die Verfilmung der „Reise um die Erde“ mit David Niven als Phileas Fogg (1956) wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet. Verne starb 1905 in Amiens.

|Jules Verne bei Buchwurm.info| (Auswahl):

[„Jules Verne. Biografie“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1090
[„Die Jagd auf den Meteor. Originalfassung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3354
[„Reise zum Mittelpunkt der Erde“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=325 (Buch)
[„Reise zum Mittelpunkt der Erde“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2282 (Hörspiel)
[„20.000 Meilen unter den Meeren“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=518 (Hörspiel)
[„Von der Erde zum Mond“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=989 (Hörbuch)
[„Reise um die Erde in achtzig Tagen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=944

Der Sprecher

Der Bühnenschauspieler Hans-Gerd Kilbinger trat unter anderem als Synchronsprecher in „Akira“ (1988) [2. Synchro (DVD 2005)] in Erscheinung, war aber auch im Hörspiel- und Reklamebereich sowie als Kommentator tätig.

Regie führte Daniela Wakonigg, zusammen mit Peter Harrsch betreute sie das Sounddesign und zeichnet auch für die Hörbuchbearbeitung der Erzählung verantwortlich. Die Musik spielte Peter Harrsch ein.

Handlung

Der Uhrmacher Zacharius lebt in einem der ältesten Häuser der Kaufmannsstadt Genf an der Rhone. Keiner weiß, wie alt Zacharius wirklich ist, aber jeder weiß, dass man seine Uhren sogar in Frankreich und Deutschland bewundert. Mit dem alten Mann leben seine Tochter Gérande, sein Geselle Aubert, der die 18-jährige Gérande heiraten möchte, und die alte Haushälterin Scholastica. Sie machen sich große Sorgen um ihn, denn er ist in letzter Zeit schweigsam und mürrisch.

Aubert erklärt den Frauen, was es mit Zacharius‘ Laune auf sich hat. Alle seine Uhren, die er jemals gefertigt hat, seien stehengeblieben und ließen sich auch nicht durch eine Reparatur wieder in Gang setzen. Scholastica, eine alte stramme Katholikin – die Zeit liegt demnach vor der calvinistischen Reformation – wusste schon immer, dass diese mechanischen Apparate „Teufelswerk“ sind. Diese neumodischen Dinger – wer braucht sie überhaupt? Reicht nicht die Kirchturmuhr, die die Stunde schlägt? Die drei Mitbewohner beten für Meister Zacharius‘ Seele.

Am nächsten Tag erklärt der Meister seinem Gesellen, dass er sich durchaus im Klaren darüber sei, dass man ihn für verrückt halte. Wie könne auch jemand behaupten, er habe das Geheimnis der Verbindung zwischen Leib und Seele ergründet? Aber er, der große Zacharius, habe endlich durch Erfindung der Hemmung das Getriebe einer Uhr so genau gemacht, dass man ihrer Zeitanzeige vertrauen kann. Es sei ganz einfach: Die Unruh versetzt die Uhr in Bewegung und entspricht der Seele, das Pendel reguliert die Seele. Beide interagieren durch die regulierende Hemmung made by Zacharius. „Das Leben ist eine sinnreiche Mechanik!“ Er habe Gott als Schöpfer kopiert, folglich stecken in den Uhren Teile seiner Seele. Diese Eitelkeit hilft ihm aber nichts, denn schon wieder bringt man ihm eine stehengebliebene Uhr, deren Kaufwert er zurückerstatten muss. Er verarmt zusehends.

Zacharius trifft Vorkehrungen für seine Nachfolge und will seine Tochter dem Gesellen geben, wie er seiner Haushälterin anvertraut. Doch beim Kirchgang kräht ein „kleiner Greis“, dass Gérande Aubert niemals heiraten werde. Das Männlein ist des Öfteren vor der Kirche St. Peter zu sehen und schleicht Gérande sogar nach. So bleibt es nicht aus, dass es eines Tages bei Zacharius anklopft. Es sei ebenfalls Uhrmacher und verstehe Zacharius vollkommen. Es prophezeit, dass Zacharius sterben werde, sobald die letzte seiner Uhren stehenbleibe. Er halte sich für unsterblich, denn ohne ihn stürbe die Zeit an sich – welch eine Hybris! Sie brachte bekanntlich schon Luzifer zu Fall. Doch um dieses traurige Ende aufzuhalten, biete er, der kleine Greis, einen Ausweg: Zacharius müsse ihm nur die Hand seiner Tochter geben.

Zacharius wirft das Männlein zwar zunächst hinaus, doch die Angst um sein eigenes Leben lässt ihn in seinem Entschluss wankend werden. Da erinnert ihn Gérande an seine allererste Uhr, die er für den Schlossherrn von Andermatt vor zwanzig Jahren fertigte. Bestimmt geht sie doch noch richtig. In der Tat findet er in seiner Kundenliste, dass sie die einzige seiner Uhren ist, die nicht zurückgegeben wurde. Sie gehört einem gewissen Herrn Pitonaccio. Zacharius setzt diese erste und letzte Uhr mit seiner eigenen Seele gleich – schließlich hat er damit Gott kopiert – und macht sich im Frühjahr auf den Weg, sie zu sehen.

Obwohl der Orkan bald in einen üblen Schneesturm übergeht, machen sich Gérande und Aubert auf den Weg, ihren todkranken Vater vor dem Schlimmsten zu bewahren. In der Schlosskapelle von Andermatt erleben alle eine Überraschung. Die Uhr geht – aber wie lange noch?

Mein Eindruck

Jetzt schlägt’s dreizehn! Dieser empörte Ausruf kommt mir in den Sinn, wenn ich solche pseudoreligiösen Geschichten lese. Das hätte ich von dem guten alten Verne nie erwartet. Hier verbindet sich spätromantisches Gedankengut mit Sagenvorlagen und einer ernsten Warnung vor den teuflischen Folgen menschlicher Hybris – siehe Luzifer, der gefallene Engel. Nicht nur Scholastica – ein Name, der auf die Kirchenlehrer verweist – sondern auch Verne selbst hebt den mahnenden Zeigefinger. Kein Wunder, dass die Geschichte zuerst in einem Blatt namens „Familienmusentempel“ (Musée des familles) abgedruckt werden konnte. Da war der Autor gerade mal 26 Jahre alt.

Manichäismus

Die Welt seiner Erzählung ist sauber geschieden: Einerseits leben die Frommen und Rechtgläubigen, das heißt die Katholiken, im Stand der Gnade, und ihre reinste Verkörperung ist die marienhafte Gérande, die als eine Art Madonna gezeichnet wird. Auf der anderen Seite stehen die finsteren Mächte, die weder in die Kirche gehen noch sich in Demut vor Gott dem Allmächtigen üben. Ja, diese Frevler, gehen sogar so weit, dass sie glauben, Gott kopieren zu können. Gemeint ist natürlich Zacharius, der faustische Charakter, dem ein Pakt mit dem Teufel angeboten wird – um den Preis der Madonna Gérande.

Also sprach der Teufel

Die Hybris spricht folgendermaßen zu ihm, und zwar mit Sinnsprüchen, welche die Uhr in Andermatt anzeigt, wenn sie nach Mitternacht die volle Stunde schlägt: 1) „Der Mensch kann Gott gleich werden.“ 2) „Der Mensch soll ein Sklave der Wissenschaft sein und ihr Eltern und Kinder zum Opfer bringen.“ Als der fromme Eremit diese teuflische Uhr stoppt, zeigt sie einen letzten Spruch, der ganz anders klingt: „Wer da versucht, Gott gleich zu sein, der ist verdammt!“ Dann zerspringt die Uhr. Was für Zacharius‘ Gemütszustand erwartungsgemäß höchst abträglich ist.

Rumpelstilzchen

Die Geschichte erinnert mich einerseits an das bekannte Grimmsche Märchen vom Rumpelstilzchen. Dort muss die arme Müllerstochter einen Teufelspakt eingehen, weil ihr Vater behauptet hat, seine Tochter könne Stroh zu Gold spinnen. Die Lösung des Paktes gelingt jedoch ohne göttliche oder priesterliche Intervention, einfach indem sie den Namen des Bösewichts herausbringt: „Ach, wie gut das niemand weiß …“ Der Name verleiht bekanntlich im mystischen Volksglauben Macht über die benannte Person. Deshalb hatten die Kelten immer zwei Namen, einen geheimen und einen für den Alltagsgebrauch.

Metropolis

Die andere Assoziation betrifft [„Metropolis“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1415 von Fritz Lang. Auch dort gibt es eine riesige Uhr, die die Arbeiter kommandiert, und selbst der Mann, der sie einstellt, ist ihr sklavisch unterworfen. Hier hat offensichtlich Wissenschaft von der Zeit die absolute Herrschaft über Arbeit und Wissenschaft übernommen. Der Herr der Arbeiter, der Industriemagnat Fredersen, hat einen korrupten Wissenschaftler namens Rotwang in seinen Diensten, der ihm eine Kopie der Madonna der Arbeiter erschafft. Diese Robotermaria erscheint zunächst wie eine Maschine aus Metall, doch es gelingt es dem Zauberer-Wissenschaftler Rotwang, sie wie die echte Menschenfrau aussehen zu lassen und auf diese Weise – wie mit einem untergeschobenen Kuckuckskind – die Arbeiter zu steuern.

Technik als Entfremdung

In vielen seiner bedeutenderen späteren Werke, die auf seinen lange verschollenen – und ebenso technikfeindlichen – Erstling „Paris im 20. Jahrhundert“ aus dem Jahr 1863 folgten, warnt Verne nicht so direkt vor der teuflischen Wissenschaft. Denkt man an die Flüge zum und um den Mond oder an die Tauchfahrten mit Kapitän Nemo, so erscheinen die Errungenschaften der Wissenschaften eher als bewundernswerte Segnungen, die lediglich nur ein kleines Problem haben: Sie bringen den Menschen, die sich ihrer bedienen, selten Glück. Nemo beispielsweise ist ein Misanthrop geworden, der am liebsten allein die Wunder der Wasserwelt erkundet. Der Techniker als Genie und selbstbewusstes Individuum hat sich von seinen Mitmenschen entfremdet.

Schwarzweißmalerei

Aber nie wieder hat sich dann Verne zu einer derartigen Schwarzweißmalerei wie in „Meister Zacharius“ herbeigelassen, die die Technik zu Teufelswerk erklärt und den Techniker zu einem Zauberlehrling, der einen Pakt mit dem Widersacher geradezu herausfordert. Der sozioökonomische Druck, der durch den Rückkauf seiner Uhren entstanden ist, zwingt Zacharius mindestens genauso wie die existentielle Angst, seine Seele zu verlieren, seine Tochter, deren unschuldige und superfromme Seele sowie ihr Liebesglück mit Aubert zu verpfänden.

Diese krude Zuspitzung und Gegenüberstellung von religiöser Rechtgläubigkeit vs. technischem Teufelswerk und -pakt ist später unmöglich wieder realisierbar geworden. Ich kann sie mir nur so erklären, dass es sich hierbei um ein Frühwerk des Erfolg suchenden jungen Verne handelt, der es unbedingt einer Familienzeitschrift recht machen wollte und nach deren moralischen Vorgaben eine Story schnitzte, die späteren Ansprüche nicht mehr standhielt. Sie wurde nach den im Booklet nachzulesenden Angaben des Verlags erst im Jahr 1875, also 20 Jahre später, in Buchform veröffentlicht (in „Le Docteur Ox“). Zu dieser Zeit war Verne bereits ein vermögender und weltbekannter Autor, der ab 1871 in Amiens in der Kommunalpolitik mitmischte (und prompt Opfer eines Anschlags wurde).

Der Sprecher

Hans-Gerd Kilbinger ist ein ausgezeichneter Sprecher, der mich mit seiner Kunst in Erstaunen versetzt hat. Er stellt in dieser schönen Lesung sein bemerkenswertes Einfühlungsvermögen unter Beweis. Er charakterisiert jede Figur genau und unterscheidbar durch die Höhe der Stimmlage und auch durch die Sprechweise. Während der junge Aubert eine ganz normale Männerstimme besitzt, raunt und ächzt und stöhnt Zacharius, dass man seine seelischen wie auch körperlichen Qualen schnell nachfühlen kann. Gérande ist die fromme Unschuld in Reinkultur, doch Kilbinger lässt sie wenigstens halbwegs wie ein menschliches Wesen erscheinen. Die alte Scholastica ist die paradoxe Verkörperung von praktischem Alltagssinn und frommem Aberglauben („Teufelswerk!“).

Auftritt des kleinen teuflischen Männleins. Zunächst lacht es spöttisch, redet krächzend, dann lockt es betörend mit seinem Mitgefühl und dem Angebot eines Auswegs aus der Misere, in der Zacharius sich sieht. Im Showdown, der vor der Uhr in Andermatt stattfindet, lacht das Männlein natürlich wieder gar abscheulich. Aber sein schließlicher Abgang ist doch etwas enttäuschend, was die Akustik anbelangt. Da erfolgt nämlich kein Donnerschlag, wie zu erwarten, sondern – gar nichts. Was doch ein bisschen wenig ist.

Geräusche

Wie schon bei den zahlreichen anderen Lesungen aus dem Hause |Stimmbuch| erklingen auch hier professionell gestaltete Geräusche und eine Mischung aus passenden Musikmotiven. Der Wind ist schier allgegenwärtig, und ebenso häufig ist das Motiv der Uhr. Mal schlägt sie dröhnend vom Kirchturm, dann wieder ist ein knirschendes Räderwerk zu vernehmen, schließlich eine lieblich tönende Spieluhr, die schon fast Musik zu nennen ist. Tierlaute sind äußerst selten, und dass ausgerechnet Fledermäuse durch eine Ruine fiepen, lässt diesen Ort nicht unbedingt als einladend erscheinen.

Die Musik

Das Hauptmotiv für den Einsatz von Musik ist die eindeutige Charakterisierung einer Szene oder einer Person hinsichtlich Stimmung oder Entwicklung. So erklingt beispielsweise in der Kirche eine feierliche Orgel, wenn es gerade keine Glocke ist. Immer wieder taucht als Hintergrundmusik ein Ensemble aus Flöte, Cello, Bass und Harfe auf – ein Piano ist hier selten. Tiefe Bässe, die alleine daherkommen, künden natürlich drohendes Unheil an.

Das Gegenteil sind die verspielten Töne, die den Ruhephasen und der frommen Tochter zugeordnet sind. Da ertönen eine zarte Oboe, eine filigrane Harfe und schließlich noch eine Spieluhr, um das heiter-besinnliche, vielleicht sogar verträumte Ambiente zu charakterisieren. Ein weiteres musikalisches Motiv, das wiederkehrt, ist ein Soundeffekt, den ich einfach mal als „äolischen Sphärenklang“ bezeichnen will. Er klingt geisterhaft, mystisch und ist keinem klassischen Instrument zuzuordnen, das mir bekannt wäre. Stets ist damit eine mystische Stimmung gekennzeichnet.


Unterm Strich

Sicher, die Thematik von Faust, Teufelspakt und Wissenschaftskritik hat ihre Reize, aber die Kritik am frommen Glauben aufzuhängen, dürfte heute nur fromme Gläubige ansprechen. Stattdessen ist ja heute wieder Mystizismus in Mode. Und Zacharius hat mit Goethes bewundernswertem Dr. Johann Faust überhaupt nichts gemein.

In ihrem Plot erinnert die Story an manches von E. T. A. Hoffmann aus der so genannten „Schwarzen Romantik“, doch ist etwa Hoffmanns „Der Sandmann“, in dem ein früher Roboter auftritt, sehr viel intensiver und psychologisch überzeugender als Vernes Machwerk.

Das Hörbuch wurde von Daniela Wakonigg und Peter Harrsch gewohnt eindrucksvoll produziert und mit einem informativen Booklet ausgestattet.

Originaltitel: Maitre Zacharius ou l’horloger qui avait perdu son âme, 1854
Aus dem Französischen übersetzt von Martha Lion
74 Minuten auf 1 CD

http://www.stimmbuch.de